In Salzburg gibt es Neuigkeiten vom Vier-Masken-Block, einem bedeutenden Kunstwerk, das vor dem Salzburger Festspielhaus thront. Dieses imposante Werk wurde von Jakob Adlhart in den Jahren 1926 und 1927 geschaffen und ist längst ein identitätsstiftendes Symbol der Salzburger Festspiele geworden. Dabei ist der Block keineswegs nur ein schöner Anblick, sondern birgt auch eine bewegte Geschichte, die anlässlich einer geplanten Reinigung in Frühjahr 2025 wieder ins Rampenlicht rückt.
Wie die Dorfzeitung berichtet, wurde der Block aus Laaser Marmor aus Südtirol gefertigt, da der heimische Untersberger Marmor nicht in den benötigten Dimensionen zur Verfügung stand. Mit über fünf Tonnen Gewicht ist der Block ein wahres Schwergewicht der Kunstgeschichte. Sein Architekt, Clemens Holzmeister, hatte Adlhart eingeladen, ein passendes Kunstwerk für das Hauptportal des Festspielhauses zu gestalten. Dieses Kunstwerk schaffte es schnell, zum emblematischen Gesicht der Salzburger Festspiele zu werden.
Eine bewegte Geschichte
Doch die Geschichte des Vier-Masken-Blocks ist auch von Rückschlägen geprägt. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde das Kunstwerk von der Lokalpresse als „verdammt jüdisch anmutend“ kritisiert und musste abgenommen werden. Glücklicherweise überstand der Block die Wirren des Zweiten Weltkrieges dank der Firma Kiefer AG, die das Kunstwerk einlagerte und nach dem Krieg wieder montieren konnte.
Einen weiteren spannenden Aspekt zur Geschichte des Werkes bringt Eva Maria Adlhart-Kaindl, die Gattin eines Enkels von Adlhart, ins Spiel. Sie schlägt vor, eine Hinweistafel anzubringen, um den Besucherinnen und Besuchern die Hintergründe des Kunstwerks näherzubringen. Dies könnte nicht nur zur Wertschätzung des Werkes beitragen, sondern auch das historische Bewusstsein fördern.
Ein Kunstwerk mit viel Bedeutung
Wie Jakob Adlhart jun. in seiner Autobiographie beschreibt, ist die Entstehung des Kunstwerks ebenfalls von großer Bedeutung. Sowohl für die Kunstgeschichte Salzburgs als auch für die kulturelle Identität der Stadt hat der Vier-Masken-Block eine besondere Stellung.
In Anbetracht der bevorstehenden Reinigung im Frühjahr 2025 darf man gespannt sein, wie sich der Block präsentieren wird und ob Evas Vorschlag zur Beschilderung umgesetzt werden kann. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Geschichten und Schicksale sich hinter den Masken verbergen und wie diese dazu beitragen können, die Faszination für die Salzburger Festspiele noch weiter zu vertiefen.