Kapitän Bidstrup fällt verletzt aus: RB Salzburg bangt vor Lyon!

· Martin Schneider

Die Vorfreude auf das Europa-League-Spiel von RB Salzburg gegen Olympique Lyon am Donnerstag um 21 Uhr wird leider durch die Verletzung von Kapitän Mads Bidstrup getrübt. Der Mittelfeldspieler hat sich im vergangenen Ligaspiel gegen WSG Tirol (2:1) eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen, wie der Klub am Dienstag bekannt gab. Dadurch fällt Bidstrup nicht nur für das Duell in Lyon aus, sondern könnte auch am Sonntag im entscheidenden Bundesliga-Spiel gegen den Tabellenführer Rapid fehlen. Ein herber Verlust für die Mannschaft, die sich gegen die starke Konkurrenz behaupten muss.

Für den schmerzlichen Ausfall von Bidstrup, der erst seit kurzem in Salzburg spielt, wird voraussichtlich Mamady Diambou das defensive Mittelfeld zusammen mit Soumaila Diabate bilden. Diambou hatte bereits gegen WSG Tirol für den gesperrten Diabate gespielt, und seine Leistung wird jetzt umso wichtiger. Neben Bidstrup muss Salzburg auch auf die langzeitverletzten Spieler John Mellberg, Takumu Kawamura, Karim Konate sowie Valentin Sulzbacher verzichten.

Neuer Kapitän und seine Verpflichtung

Mads Bidstrup wurde erst im letzten Sommer von RB Salzburg verpflichtet, nachdem der Verein ihn für sechs Millionen Euro von Brentford geholt hatte. Sein Vertrag läuft bis Ende Juni 2028. Der 22-Jährige soll Nicolas Seiwald ersetzen, der für stolze 20 Millionen Euro nach Leipzig gewechselt ist. Bidstrup hat sich klar für Salzburg entschieden, weil ihm die Philosophie und der Spielstil des Vereins zusagen. „Ich spiele aggressiv, schnell und offensiv“, beschreibt er seinen Spielstil und erhofft sich, mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund bezeichnet Bidstrup als „absoluten Mentalitätsspieler“, wertvoll für die vielseitige Aufstellung des Teams.

Verletzungen im Fußball im Fokus

Bidstrups Verletzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussion über steigende Verletzungsraten im europäischen Fußball immer lauter wird. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Verletzerhäufigkeit in Europas Top-Ligen im dritten Jahr in Folge angestiegen ist. Besonders in der Bundesliga ist die Lage alarmierend: Mit 1.255 Verletzungen wurde hier im Vergleich zu anderen Ligen die höchste Zahl registriert. Es zeigt sich, dass alle 52 Minuten ein Spieler in der Liga verletzt ausfällt – deutlich mehr als der Durchschnitt von 92 Minuten in anderen europäischen Ligen. Kritiker warnen vor der zunehmenden Belastung durch den verlängerten Spielplan, der auch in dieser Champions-League-Saison mit einem neuen Modus um acht Spiele anstatt sechs erweitert wurde.

Die Sorgen um die Spielerfitness sind berechtigt, besonders in einem anstrengenden Wettbewerb wie dem Fußball, wo die Belastungen ständig steigen. Bidstrups Muskelverletzung könnte, so bedauerlich sie auch ist, nur die Spitze des Eisbergs sein, in einer Zeit, in der die Klubs dazu aufgerufen sind, das Wohl ihrer Spieler in den Fokus zu rücken. Wie auch die Verletzungen bei internationalen Stars zeigen, ist jetzt ein Umdenken notwendig, um diese Werte zu erhalten.

Mit Bidstrups Ausfall wird sich RB Salzburg intensiv darauf vorbereiten müssen, seine gewachsenen Ambitionen weiter zu verfolgen und gegen die krassen Herausforderungen sowohl in der Bundesliga als auch auf der internationalen Bühne zu behaupten.