Neuer Trainerbeauftragter Beichler: Kommt jetzt der Wendepunkt für Salzburg?

· Martin Schneider

Das Trainerkarussell beim FC Red Bull Salzburg hat sich erneut gedreht. Am Dienstag trennte sich der Verein von Cheftrainer Thomas Letsch. Schon am Mittwoch wurde dann Daniel Beichler als neuer Übungsleiter des Bundesligisten bekannt gegeben. Der ehemalige ÖFB-Teamspieler, der als Spieler 114 Bundesliga-Einsätze, hauptsächlich für Sturm Graz, und fünf Länderspiele absolviert hat, übernimmt das Traineramt mit sofortiger Wirkung.

Beichlers Vertrag beim FC Salzburg läuft bis zum 30. Juni 2028. Seinen ersten Treffer als Trainer wird er am Sonntag im Spiel gegen LASK geben, während er bereits am Mittwoch das Training leitet. Salzburgs Sportchef Marcus Mann zeigt sich überzeugt von Beichlers Qualitäten und hebt dessen umfassende Kenntnis des Clubs hervor. Schließlich ist Beichler kein Unbekannter in den Red-Bull-Strukturen: Seit Sommer 2021 war er Jugendtrainer, wo er die Altersklassen U14, U16, U18 und zudem die Youth League-Mannschaft betreute.

Ein frischer Wind für den Tabellenführer

Die Entscheidung, Letsch nicht länger im Amt zu halten, fiel in einer Zeit, in der Salzburg punktgleich mit dem LASK an der Tabellenspitze steht. Von 19 Liga-Partien konnte das Team lediglich neun gewinnen, was die Führung in der Tabelle zu einem wachsenden Druck machte. Jürgen Klopp, Fußballchef bei Red Bull, spricht von der Notwendigkeit, frischen Wind ins Team zu bringen. Das zeigt auch, wie groß der Druck auf die Mannschaft und den neuen Trainer ist.

Daniel Beichler äußerte sich aufgeregt und motiviert für seine neue Aufgabe im Trainerstuhl. Als ehemaliger Spieler und Jugendtrainer bringt er nicht nur Expertise, sondern auch eine tiefe Verbundenheit zum Verein mit. Die Fans dürfen somit auf frischen Wind in der Mannschaft hoffen, um die aktuelle Situation in der Liga entscheidend zu verbessern.

Wie sich Beichler als Trainer schlagen wird, ist noch offen. Fest steht jedoch, dass er alles daran setzen wird, die positiven Aspekte seines bisherigen Engagements als Jugendtrainer in die Professionalisierung des Profifußballs zu übertragen. Die ersten Schritte sind gemacht – die Zeit wird zeigen, ob der ehemalige Sturm Graz-Akteur die richtige Entscheidung für die „Bullen“ war.