Alarmstimmung bei Red Bull: Trainer Letsch fordert Kampfgeist vor Rapid-Duell!

· Daniel Mengel

Die Lage bei Red Bull Salzburg ist heikel. Trainer Thomas Letsch äußert alarmierende Kritik an seiner Mannschaft, die seit Saisonbeginn mit stark schwankenden Leistungen zu kämpfen hat. Zuletzt musste Salzburg in der Europa League sowohl gegen den FC Porto (0:1) als auch gegen Olympique Lyon (0:2) bittere Niederlagen hinnehmen. Letsch bemängelt fehlende Bereitschaft zum Sprinten und eine mangelnde Leidenschaft seiner Spieler. Er versucht, das Team vor dem anstehenden Liga-Gipfel gegen Rapid Wien „wachzurütteln“ und beschreibt die aktuelle Situation als ungemütlich. „Wir brauchen mehr Energie und Leidenschaft“, fordert Letsch eindringlich.

Die Bilanz der letzten Spiele ist alarmierend: In vier der letzten fünf Pflichtspiele gingen die Salzburger als Verlierer vom Platz. Trotz dieser Misere könnte Salzburg im direkten Duell am Sonntag gegen Rapid Wien, die derzeit auf Platz eins stehen, die Möglichkeit haben, sich an die Tabellenspitze zu setzen. Letsch hofft auf ein Erfolgserlebnis vor der Länderspielpause und denkt laut über die Möglichkeit nach, sich anders zu präsentieren.

Die Konkurrenz schläft nicht

Rapid Wien, der aktuelle Tabellenführer, hat in den letzten Wochen ebenfalls schwächelt, verliert sowohl gegen Lech Posen (1:4) als auch gegen die Austria (1:3). Vor diesen Enttäuschungen gab es immerhin ein 1:1 gegen GAK. Rapid-Coach Peter Stöger sieht jedoch Chancen, aus Salzburg Punkte mitzunehmen, auch wenn sein Team seit über zehn Jahren in Wals-Siezenheim auf einen Sieg wartet. „Wir müssen uns mental gut vorbereiten“, erklärt Stöger, der glaubt, dass die mentale Stärke in diesem direkten Duell entscheidend sein könnte.

Die beiden Trainer stehen vor einer ähnlichen Herausforderung: Beide Teams zeigten zuletzt enttäuschende Muster und finden sich mit wenig Selbstvertrauen auf dem Platz wieder. Während Letsch den Wunsch hat, seine Mannschaft zum Aufblühen zu bringen, betont Stöger, dass Rapid zu Recht auf Platz eins steht, jedoch mit einem Schmunzeln zurückblickt, dass sie vor wenigen Wochen noch als künftiger Meister gehandelt wurden.

Das Duell der Ladehemmungen

Die Ausgangssituation verspricht Spannung: Beide Teams sind gefordert, ihr Spiel zu verbessern. Während Salzburg mit Ernsthaftigkeit an die Sache herangehen muss, gilt es für Rapid, die kleinen Fehler abzulegen, die zu den letzten Niederlagen geführt haben. Am Sonntag um 17:00 Uhr steht die Begegnung auf dem Programm und sie könnte richtungsweisend für beide Mannschaften sein. Ein Sieg für Salzburg würde bedeuten, dass sie an Rapid vorbeiziehen könnten, während ein dritter Verlust in Serie Rapid gefährlich nahe an den hinteren Plätzen der Tabelle bringen könnte.

Die Rolle der Trainer in dieser Situation ist nicht zu unterschätzen. Sowohl Letsch als auch Stöger müssen ihre Mannschaften optimal auf dieses wegweisende Duell einstellen. Es bleibt abzuwarten, welches Team die Nerven behält und die dringend benötigten Punkte einfahren kann. Alle Augen sind auf das Match gerichtet – diesmal gibt es für keinen der beiden Trainer Ersatzbank-Geschichten zu erzählen.