Golling schlägt Mittersill: Aufstiegstraum bleibt lebendig!

· Daniel Mengel

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit hat Golling im Heimspiel gegen Mittersill am vergangenen Wochenende endlich wieder einen Sieg gefeiert. Mit einem 3:2-Erfolg hat sich das Team nicht nur von zwei Niederlagen erholt, sondern auch seine Position im Aufstiegskampf zur 1. Landesliga gefestigt. Der Sieg ist besonders wichtig, da Golling nun den zweiten Platz einnimmt, der den direkten Aufstieg in die Salzburger Liga bedeutet, wie sn.at berichtet.

Allerdings war der Weg zu diesem Erfolg alles andere als einfach. Golling hatte mit einer Reihe kurzfristiger Ausfälle zu kämpfen. Kapitän Florian Dygruber verletzte sich am Mittwoch und soll bald zurückkehren. Johannes Steiner erlitt beim Abschlusstraining eine Verletzung, die längerfristig sein könnte, und Marko Culjak fiel sogar beim Aufwärmen aus. Trotz dieser Schwierigkeiten stellte sich Golling erfolgreich auf, auch wenn Daniel Eder bereits in der fünften Minute eine rote Karte wegen einer Notbremse erhielt.

Rückstand und Comeback

Der frühe Platzverweis ließ die Gemüter kochen, und der Spieldruck auf Golling wuchs. Mittersills Arjuna Herr nutzte diese Unsicherheit aus und netzte in der 16. und 18. Minute zwei Tore ein, sodass es schnell 0:2 stand. Doch Golling bewies Kampfgeist: Fünf Minuten nach dem zweiten Tor wendete sich das Blatt. Mit beeindruckendem Teamgeist und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang es Golling, das Spiel noch zu drehen und mit 3:2 als Sieger vom Platz zu gehen.

Mittersill war als Aufstiegskandidat in der Liga stark unterwegs und eine sieben Spiele währende ungeschlagene Serie spricht für deren Qualität. Dieser Sieg wird für Golling nun als wichtiger Schritt im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Aufstiegsplätze in der Liga angeführt.

Unsicherheit für Vereine

<pDoch der Aufstieg bringt auch Herausforderungen mit sich. Johann Högler, Trainer des SV Anthering, äußerte sich über die Ungewissheit, die momentan viele Vereine betrifft, auf weekend.at. Die Planung für die kommende Saison wird durch die Verschiebungen und Unklarheiten erschwert. Der Schritt von der 1. Landesliga in die Salzburger Liga erfordert zudem, dass ein Verein eine eigene 1b-Mannschaft stellt. Dies bringt zusätzliche Komplikationen wie unterschiedliche Spieltermine und einen größeren Kader mit sich.

Högler betont jedoch auch die positiven Aspekte dieser Phase. In schwierigen Zeiten kommen die Vereinsmitglieder näher zusammen, und es entstehen neue Ideen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Dennoch bleibt er skeptisch, ob die bisherige Regelung sinnvoll ist, erkennt aber an, dass der Verband bemüht ist, die Situation für alle fair zu gestalten.

Insgesamt zeigt sich, dass der Fußball in Salzburg auch mit Widrigkeiten konfrontiert ist, die den Vereinsalltag herausfordernd gestalten. Gollings jüngster Sieg könnte jedoch der Wendepunkt sein, der alles in Bewegung setzt – für den Verein und die gesamte Region.