Petition für Taubenschutz: Salzburgs Bürger fordern ein Umdenken!

· Daniel Mengel

In Salzburg geht es gerade hoch her, wenn es um den Schutz der Stadttauben geht. Der Verein ARGE Stadttauben hat kürzlich an Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) eine Petition mit beachtlichen 2.400 Unterschriften übergeben. Das Anliegen? Ein besserer Schutz der Tauben in der Altstadt. Die Petition trägt den eindringlichen Titel „Taubenleid in der Stadt Salzburg – Stoppen Sie die Tierquälerei“ und richtet sich an die gesamte Stadtregierung. Der Verein fordert Maßnahmen, die bereits in anderen Städten erfolgreich umgesetzt wurden.

Die Diskussion um die Tauben ist in der Stadt nicht neu. Viele Bürger:innen haben sich über die Beeinträchtigungen ihrer Lebensqualität durch die gefiederten Bewohner beschwert und machen sich gleichzeitig Sorgen um deren Bestand. Besonders im Fokus steht das Fütterungsverbot, das viele als unangemessen empfinden. Stattdessen wird das „Augsburger Modell“ als Lösung vorgeschlagen. Dieses Modell kombiniert kontrolliertes Füttern mit betreuten Taubenschlägen, was sowohl den Tierschutz als auch die Sauberkeit in der Stadt verbessern soll, wie Salzburg24 berichtet.

Ein Blick nach Augsburg

Doch was genau beinhaltet dieses Augsburger Modell? Es basiert auf einer Reihe von Maßnahmen, die die artgerechte Versorgung der Stadttauben sicherstellen. Laut den Informationen von Augsburg.de werden betreute Taubenschläge eingerichtet, in denen die Tauben artgerecht gefüttert werden. Um die Populationskontrolle zu gewährleisten, werden die Gelege durch Eier-Attrappen ersetzt. Auf diese Weise verbringen die Tauben die meiste Zeit in den Schlägen und nicht an Gebäuden, was die Verschmutzung durch Taubenkot erheblich reduziert.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch artgerechte Fütterung wird fester Kot produziert, der die Verschmutzung an Gebäuden minimiert und dazu beiträgt, die Taubenpopulation zentral zu halten. Einige Städte, die bereits das Augsburger Modell implementiert haben, berichten von einem Rückgang der Beschwerden und einer besseren Lebensqualität für ihre Bürger:innen.

Forderungen und nächste Schritte

Der Verein ARGE Stadttauben hat in seiner Petition drei zentrale Forderungen aufgestellt: Erstens die Lockerung des Fütterungsverbotes, zweitens die Einrichtung von legalen und kontrollierten Futterplätzen mit artgerechtem Futter und drittens die Errichtung betreuter Taubenschläge in Stadtteilen mit einer hohen Taubenanzahl. Diese Maßnahmen sollen in einem kommenden Runden Tisch mit Expert:innen und den zuständigen Behörden ausführlich diskutiert werden, wie auch Change.org berichtet.

Die Diskussion rund um die Tauben hat auch einen rechtlichen Aspekt. Experten sind sich einig, dass das Füttern von Stadttauben nicht pauschal verboten werden kann, solange Kommunen ihren Halterpflichten nachkommen und ein adäquates Management vorweisen können. In diesem Zusammenhang wird das Augsburger Modell immer wieder als vielversprechende Lösung vorgeschlagen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Stadtregierung auf die Petition reagiert. Eines steht fest: Die Tauben in Salzburg sind ein Dauerthema, das nicht so schnell aus der politischen Diskussion verschwinden wird. Aber mit einem guten Konzept und der Unterstützung der Bürger:innen könnte sich das Schicksal dieser Tiere zum Positiven wenden.