Rouven Schröder: Gladbachs neuer Hoffnungsträger nach Virkus?

· Daniel Mengel

In der Bundesliga ist wieder einmal Bewegung im Aufsichtsratszimmer angesagt. Borussia Mönchengladbach ist auf der Suche nach einem neuen Sportchef, nachdem Roland Virkus vor kurzer Zeit seinen Rücktritt erklärt hat. Der Druck auf den Klub wächst, nachdem die Mannschaft aktuell nur auf dem vorletzten Platz der Tabelle steht – mit drei Unentschieden und drei Niederlagen aus den ersten sechs Spielen. Ein Sieg hat einfach gefehlt, und da liegt was an für den neuen Verantwortlichen.

Die Verantwortlichen von Mönchengladbach, darunter Geschäftsführer Dr. Stefan Stegemann und Kaderplaner Steffen Korell, haben bereits ihre Fühler ausgestreckt. Der Fokus liegt in der Länderspielpause auf der Nachfolgesuche, und Rouven Schröder, der zurzeit den Posten des Sportdirektors bei RB Salzburg inne hat, wird als Top-Kandidat gehandelt. Die Berichte über mögliche Gespräche zwischen Borussia und Schröder im Jahr 2022, die jedoch nicht zu einem Wechsel führten, haben wieder an Brisanz gewonnen. Diese Infos stammen unter anderem von der Bild-Zeitung und dem Sender Sky, die zusammen veröffentlich haben, dass Schröder aufgrund seines Erfolges bei früheren Vereinen in der Bundesliga hoch im Kurs steht. Yahoo Sports ergänzt, dass die Ablösesumme für den Sportdirektor zu zahlen wäre, da Schröder einen Vertrag bis 2028 bei Red Bull Salzburg hat.

Rouven Schröder: Ein erfahrener Mann für wichtige Aufgaben

Rouven Schröder ist nicht nur 49 Jahre alt, sondern auch ein erfahrener Mann im deutschen Fußball. Seine Laufbahn führte ihn bereits über Stationen bei Werder Bremen, Mainz 05 und Schalke 04, wo er oft ein gutes Händchen bei Transfers bewies. Unter anderem verpflichtete er Spieler wie Michael Zetterer und Milos Veljkovic in Bremen, und bei Mainz ließ er mit Transfers wie Abdou Diallo und Jean-Philippe Gbamin aufhorchen. Diese Erfolge könnten Gladbach die notwendige Stabilität und Kontinuität bringen, die sie momentan dringend benötigen.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Bei seinen letzten Positionen blieb ihm die Erfahrung mit schwierigen Trainerverpflichtungen, wie etwa mit Achim Beierlorzer bei Mainz oder Frank Kramer bei Schalke, nicht erspart. Die Trainerfluktuation in der Bundesliga ist ein überaus heißes Thema. Statista hat die Entwicklungen seit der Saison 1963/1964 dokumentiert und zeigt, dass es auch in dieser Saison von Trainerwechseln nur so wimmelt. Statista gibt Aufschluss darüber, wie oft Vereine in der Vergangenheit eigene Trainer entlassen haben – ein Umstand, den auch die Gladbacher nicht ignorieren können.

Künftige Herausforderungen für Gladbach

Die Herausforderungen für Mönchengladbach könnten also kaum größer sein. Ein neuer Sportchef muss nicht nur eine schlagkräftige, konkurrenzfähige Mannschaft aufbauen, sondern auch dafür sorgen, dass der Trainer diesmal länger bleibt. Es ist also zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen um Stegemann und Korell für Rouven Schröder entscheiden, der immerhin eine interessante Kombination aus Erfahrung und Talent mitbringt. Wenn das klappt, könnte man schon bald von einem Aufschwung bei Borussia Mönchengladbach sprechen, der das Ende der Negativserie einläutet.