In Salzburg sieht die Eishockeysaison bislang vielversprechend aus. Red Bull Salzburg hat die neue Saison in der ICE Hockey League (ICEHL) mit einem fulminanten Start hingelegt, und das trotz erheblicher Verletzungssorgen innerhalb des Teams. Mit vier Siegen aus vier Spielen haben die Salzburger eindrucksvoll bewiesen, dass ihre Kadertiefe stark genug ist, um auch in schweren Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben. Aktuell stehen zahlreiche Stürmer wie Peter Hochkofler, Mario Huber, Ali Wukovits und Troy Bourke verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, dennoch konnten sie bereits elf von zwölf möglichen Punkten einfahren, was den Zusammenhalt im Team unterstreicht. Sportnews BZ berichtet von diesen beeindruckenden Leistungen.
Um den Herausforderungen durch die Verletzungen entgegenzuwirken, hat der Verein einen Neuzugang verpflichtet: Brandon Coe. Der 23-jährige Spieler wurde 2020 im NHL-Draft an 98. Stelle von den San Jose Sharks ausgewählt, konnte jedoch noch keine NHL-Erfahrung sammeln. Stattdessen spielte Coe die letzten drei Jahre in der American Hockey League (AHL) für die San Jose Barracuda und erzielte dort in 143 Partien insgesamt 42 Punkte. Trainer Manny Viveiros beschreibt Coe als talentierten und agilen Eisläufer, der gut mit seinem Körper agieren kann. Besonders spannend wird es, da Coe im letzten Jahr beim Spengler Cup zum ersten Mal in Europa spielte und dabei sein Interesse für europäisches Eishockey entdeckte. Er hat klare Ziele: Salzburg dabei zu unterstützen, weiterhin erfolgreich zu sein.
Ein Meister namens Salzburg
Die Leistungen von Red Bull Salzburg sind nicht nur auf die aktuelle Saison beschränkt. Der Verein hat in der Vergangenheit bereits eindrucksvolle Erfolge gefeiert, darunter den Gewinn des österreichischen Meistertitels in der win2day ICE Hockey League. Dieser Meistertitel war der neunte in der Vereinsgeschichte und erfolgte nur zwei Tage nach dem Einzug ins Finale. Damit zieht Salzburg mit VEU Feldkirch gleich. Der Rekordmeister KAC steht allerdings mit insgesamt 32 Titeln noch unangefochten an der Spitze. Laola1 weist darauf hin, dass im Finale Fehervar wartet, das zum ersten Mal um den Meistertitel kämpft.
Die bisherigen Duelle im Grunddurchgang gegen Fehervar sprechen für Salzburg, die konnten drei von vier Spielen für sich entscheiden. Erfreulicherweise haben die beiden Teams bereits in der Vergangenheit im Playoff gegeneinander gespielt, wobei Salzburg im Viertelfinale der Saison 2018/19 mit 4:2 siegte. Die Finalserie wird im Modus H-A-H-A-H-A-H ausgetragen, das erste Spiel findet am 5. April in Salzburg statt und der letzte mögliche Finalspieltag ist der 18. April. Es bleibt spannend, ob Salzburg seine Gegner auch diesmal wieder bezwingen kann.
Verletzungsrisiken im Eishockey
Während der Start in die neue Saison ermutigend ist, stehen die Verletzungsrisiken im Eishockey auch weiterhin im Fokus. Eishockey wird oft als brutaler Sport bezeichnet, wobei unsportliche Checks durch das Regelwerk und die strikte Durchsetzung eher selten sind. Kontaktsportarten wie Eishockey, Fußball und Handball führen häufig zu Verletzungen, die nicht vollständig vermeidbar sind. Eine genauere Betrachtung zeigt, dass Verletzungen im Eishockey aus der Intensität und Dynamik der Spiele resultieren. Studien betonen die Notwendigkeit, insbesondere „non-contact“ Verletzungen (NCI) zu minimieren. Selten haben direkt auftretende Kopfverletzungen eine andere Quelle als direkten Kontakt. Die Sportärztezeitung gibt interessante Einblicke in aktuelle Ansätze zur Verletzungsprävention, die durch technologische Erhebungen unterstützt werden können.
Ein Algorithmus zur Vorhersage von Verletzungen könnte den Trainern zugutekommen und helfen, die Belastung und Fitness der Spieler besser zu überwachen. Solch innovative Methoden könnten das Verletzungsmanagement im Eishockey revolutionieren und das sportliche Niveau aufrechterhalten.
Salzburg bleibt also nicht nur im Wettkampf stark, sondern arbeitet auch aktiv daran, die Sicherheit ihrer Spieler zu gewährleisten. Mit Engagement, Talent und einer starken Strategie geht es weiter in die Saison!