Schröder zeigt Mut: Teil seiner Ablöse selbst gezahlt für Gladbach!

· Daniel Mengel

In einem spannenden Wechsel hat Rouven Schröder, bisheriger Manager bei RB Salzburg, seine neue Position als Head of Sports bei Borussia Mönchengladbach angetreten. Der Transfer wurde am 14. Oktober fixiert und zeigt sich als ein Zeichen frischer Hoffnung für den Verein, der aktuell mit einer Negativserie kämpft.

Was den Deal besonders macht? Schröder hat einen Teil seiner Ablösesumme selbst übernommen. Laut Sport1 beläuft sich die Differenz zwischen der von Gladbach gezahlten Ablöse und der Forderung von Salzburg auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag. Gladbach war bereit, den vollen Betrag zu übernehmen, doch Schröder wollte mit dieser Geste seine Identifikation mit dem neuen Klub demonstrieren.

Stefan Stegemann, der Geschäftsführer von Gladbach, lobte Schröders finanzielles Engagement und bezeichnete es als bemerkenswertes Zeichen seiner Loyalität zum Verein. Der neue Head of Sports tritt die Nachfolge von Roland Virkus an, der nach einer Endspurt-Niederlage zurückgetreten ist. Diese Veränderung kommt nicht von ungefähr, denn Gladbach dümpelt mit nur drei Punkten auf dem letzten Platz der Bundesliga – kein Grund zur Freude in Mönchengladbach.

Schwierige Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen RB Salzburg und Gladbach gestalteten sich als herausfordernd. Die Borussia wollte die Ablösesumme unter einer Million Euro halten, während Salzburg mehr forderte. Diese schwierige Einigung war nur dank Schröders Bereitschaft möglich, einen finanziellen Teil beizusteuern, so t-online.

Die Welle der Unruhe um die sofortige Abwanderung von Schröder wurde von Salzburg zunächst mit Unmut aufgenommen, doch letzten Endes stimmte der Klub dem Wechsel zu. Der neue Interimstrainer Eugen Polanski, der nach der Entlassung von Gerardo Seoane das Zepter schwingt, hat nun bis zur Länderspielpause im November Zeit, um sich für eine dauerhafte Lösung als Cheftrainer zu empfehlen.

Transferbilanz der Bundesliga

In der Gesamtübersicht der Transfergeschäfte für die laufende Saison haben die Bundesliga-Klubs in diesem Jahr insgesamt 861 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben und 1,06 Milliarden Euro eingenommen. Die durchschnittlichen Ablösen pro Spieler variieren stark, wobei die Einnahmen pro Verein durchschnittlich bei über 59 Millionen Euro liegen. Eine spannende Zeit für die Klubs, während der Kampf um den Klassenerhalt und die Aufstiegsplätze weitergeht. Hierbei spielen Transfers wie der von Schröder eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Vereine.

Bilanz der Liga Wert
Abgänge 264
Transfer-Einnahmen 1.064.420.000 €
Zugänge 270
Transferausgaben 861.825.000 €

Die Entwicklungen rund um die Borussia werden sicher genau beobachtet – bleibt nur zu hoffen, dass die neue sportliche Leitung um Rouven Schröder frischen Wind in die altehrwürdigen Reihen von Mönchengladbach bringt. Nach einem durchwachsenen Start in die Saison steht viel auf dem Spiel für das Team und dessen Fans.