Die Fußball-Saison in der 2. Liga hat für Austria Salzburg am vergangenen Freitag einen herben Rückschlag eingebracht. Die Mannschaft unterlag im Auswärtsspiel gegen Kapfenberg deutlich mit 1:4. Besonders der erste Gegentreffer sorgte für Aufregung, als klar wurde, dass dieser aus einer irregulären Situation resultierte. Trainer Christian Schaider war nach dem Spiel sichtbar unzufrieden mit der Darbietung seines Teams.
In der entscheidenden Phase der ersten Halbzeit machte der Schiedsrichter auf sich aufmerksam. Er bestätigte während der Pause, dass das 0:1 durch Maximilian Hofer, das in der 15. Minute fiel, als Fehlentscheidung gewertet werden muss. „Da geht die Diskussion los, da liegt was an“, kommentierte ein Zuschauer die Szene, die das Spiel maßgeblich beeinflusste. Trotz mehr Ballbesitz gelang es der Austria nicht, sich nennenswerte Chancen zu erarbeiten. Ein schwacher Rückpass von Gabriel Marusic in der 11. Minute wurde beinahe bestraft und ebnete den Weg zu den ersten Problemen.
Ein torreiches Spiel mit vielen Fragen
Die Gastgeber aus Kapfenberg erhöhten in der 36. Minute auf 2:0, als Oliver N’Zi nach einer Freistoßflanke ins Netz traf. Bis zur Halbzeit vergaben die Salzburger eine große Chance auf den Anschluss, als Marinko Sorda kurz vor dem Pausenpfiff nicht präzise abschloss.
Ein weiteres Tor für Kapfenberg fiel in der 59. Minute. Luca Hassler nutzte einen Abwehrfehler und sorgte für das 0:3. Lamine Toure stellte in der 73. Minute dann auf 4:0, was die Situation für die Austria nahezu aussichtslos machte. Lediglich Tolga Günes konnte in der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 1:4 einen Hauch von Ergebniskosmetik herstellen.
Schiedsrichterleistungen im Fokus
Die Niederlage wirft nicht nur Fragen zur Offensive, sondern auch zur Defensive von Austria Salzburg auf. Diese Problematik ist nicht exklusiv für die Salzburger; auch in anderen Ligen wird die Rolle der Schiedsrichter immer wieder intensiver diskutiert. In der aktuellen DFB-Pokal-Runde wurden zahlreiche gravierende Fehler dokumentiert, die ohne den Einsatz von Videoassistenten (VAR) stattfanden. Trainer wie Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln äußerten sich kritisch über nicht erkannte Abseitstore und fragwürdige Entscheidungen. Laut Berichten ist der VAR in den ersten beiden Runden des Pokals nicht im Einsatz – ein Umstand, der bei vielen Vereinen für Unmut sorgt.
Die Diskussion um den VAR wird weitergehen, denn viele Verantwortliche im deutschen Fußball fordern ein Umdenken bezüglich der Schiedsrichterunterstützung. Stefan Effenberg und andere Legenden mahnen eine Reform an, die die Qualität der Schiedsrichterleistungen erhöhen könnte. Der DFB sieht sich jedoch mit organisatorischen Herausforderungen konfrontiert, die einem flächendeckenden Einsatz von VAR in Amateurspielen im Wege stehen.
Wie auch immer die nächsten Spiele von Austria Salzburg ausgehen werden, die Fans und Verantwortlichen dürfen gespannt sein, ob und wie die Mannschaft die aktuellen Rückschläge in positive Energie umwandeln kann, um in der Liga wieder auf die Gewinnerstraße zu kommen.