Skisprung-Star Stefan Kraft, der als einer der besten Athleten der letzten zehn Jahre gilt, plant für die anstehende Weltcup-Saison eine besondere Auszeit. Wie Merkur berichtet, erwarten er und seine Frau Marisa ihr erstes Kind, dessen Geburt für den 2. Dezember 2025 erwartet wird. Das Timing könnte für den Skispringer kaum herausfordernder sein, denn der Weltcup beginnt bereits am 29. November 2025 in Ruka, Finnland.
Stefan Kraft, 32 Jahre alt, hat bereits angekündigt, dass er bei der Geburt seines Kindes unbedingt dabei sein möchte. Er zog sogar in Erwägung, den Auftakt der Weltcup-Saison auszulassen, um die wichtigen ersten Tage mit seinem Neugeborenen zu verbringen. „Die ersten Tage mit dem Kind haben für mich höchste Priorität“, so Kraft. Er plant, sich zwei Wochen für seine Familie Zeit zu nehmen und könnte daher die Wettkämpfe in Wisla und Klingenthal verpassen, um beim Familienzuwachs ganz vorne mit dabei zu sein, wie auch Heute berichtet.
Wettkampf und Familie im Einklang
Kraft hofft, am 20./21. Dezember bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg wieder in den Wettkampf einzusteigen. Die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele im Februar 2026 in Mailand laufen bereits, und während seine Teilnahme an den ersten Wettbewerben unsicher bleibt, ist er optimistisch, seine Form rechtzeitig verbessern zu können.
Der Wandel in der Sportwelt, in dem Mütter und schwangere Athletinnen zunehmend sichtbar werden, kann in verschiedenen Sportarten beobachtet werden. Ein Beispiel dafür ist die ägyptische Fechterin Nada Hafez, die trotz ihrer Schwangerschaft an den Olympischen Spielen in Paris teilnehmen will. Dies zeigt, dass sportliche Karrieren und Familienplanung immer mehr zusammengehen, was durch aktuelle Berichte, etwa von SRF, unterstützt wird.
Es ist ermutigend zu sehen, dass immer mehr Sportlerinnen nach der Geburt ihren beruflichen Weg fortsetzen und dass die Möglichkeit, Leistungssport während einer Schwangerschaft auszuüben, je nach Verlauf und persönlichen Umständen realisierbar ist. Zur Zeit finden auch bei großen Sportereignissen Maßnahmen statt, um Athletinnen mit Kindern zu unterstützen, wie derartige Einrichtungen bei den Olympischen Spielen 2024.
Stefan Krafts geplante Babypause spiegelt diesen gesellschaftlichen Wandel wider, bei dem persönliche Entscheidungen zunehmend auch die Sportkarrieren beeinflussen. Die Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und familiären Verpflichtungen wird für viele Athleten immer wichtiger.