Trainerwechsel bei St. Johann: Schützinger soll das Feuer entfachen!

· Daniel Mengel

Im Salzburger Fußball herrscht Wechselstimmung. Der TSV St. Johann trennt sich nach nur einem Sieg aus den letzten 15 Westliga-Partien von Trainer Andreas Scherer. Vereinsboss Josef Klingler sah sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem das Team mit lediglich sieben Punkten aus den ersten zehn Spielen auf dem enttäuschenden 15. Platz in der Tabelle feststeckte.

In einem klaren Zeichen für einen Neuanfang übernimmt ab Montag Johannes Schützinger als neuer Cheftrainer. Der 36-jährige Coach bringt bereits Erfahrung aus der Salzburg-Liga, wo er Bramberg trainierte, sowie aus der Westliga mit Saalfelden, mit. Momentan ist Schützinger auch noch beim Süd-Stützpunkt von Red Bull Salzburg aktiv und wird beide Trainerpositionen bis zum Winter parallel ausüben. Er freue sich darauf, das „Feuer“ in die Mannschaft zurückzubringen und an den Grundtugenden zu arbeiten.

Ein neuer Wind weht

Die Entscheidung, Andreas Scherer nach 18 Monaten das Vertrauen zu entziehen, wurde zur tragischen Folge ungenügender Leistungen. Scherer verabschiedete sich bereits von der Mannschaft, während Ekrem Alan, der 1b-Trainer, interimistisch in der Zwischenzeit das Team im Auswärtsspiel gegen Dornbirn betreuen wird. Schützinger wird am Montag sein erstes Training leiten, und viele hoffen, dass er mit frischen Ideen und Elan die Wende einleiten kann.

Die Unzufriedenheit über die Leistungen war laut Klingler nicht mehr zu ignorieren. Die neue Trainerbesetzung könnte eine entscheidende Wende für den TSV St. Johann bringen, denn wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein Trainerwechsel oft einen kurzfristigen Leistungsanstieg begünstigt. Sebastian Zart, Sportwissenschaftler an der TU Kaiserslautern, stellt zugleich fest, dass solche Wechsel in vielen Fällen dazu dienen, leistungssenkende Faktoren des Vorgängers zu beseitigen und die Mannschaft zu motivieren. Laut Forschungen kann der positive Einfluss bis zu 16 Spieltage anhalten, was den Verantwortlichen Hoffnung gibt, dass der TSV St. Johann bald aus dem Tabellenkeller herauskommt.

Ein unterstützendes Team

Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Stabilität bringt Christoph Innerhofer, ehemaliger Kapitän von Bramberg, mit seiner Rolle als Co-Trainer an Schützingers Seite. Gemeinsam wollen sie das Team wieder auf Erfolgskurs bringen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde legen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Zuschauer und Fans den Aufschwung spüren werden und ob die Umstellung der Mannschaft tatsächlich greift.

Für alle Beteiligten heißt es jetzt, den neuen Kurs mutig einzuschlagen und das Beste aus der aktuellen Situation herauszuholen. Ein gutes Händchen haben die Verantwortlichen sicherlich in der Wahl des neuen Trainers – jetzt heißt es, die aufsteigende Form in der Westliga zu etablieren.