Wahnsinns-Match: Rapid stolpert trotz Elfer über Salzburg!

· Daniel Mengel

Ein spannendes Fußballspiel in der Red-Bull-Arena sorgte am Sonntag für diverse Emotionen und ein knappes Ergebnis. Red Bull Salzburg setzte sich mit 2:1 gegen Rapid Wien durch und rekonstruiert damit seine Position in der Spitzengruppe der Bundesliga. Es war ein Duell, das nicht nur von Toren, sondern auch von spektakulären Paraden und einem entscheidenden verschossenen Elfmeter geprägt war.

Die Hausherren, unter Trainer Thomas Letsch, starteten defensiv und fanden anfangs nur schwer ins Spiel. Schnell wurde klar: Salzburg hatte die Zuschauer von den Rängen der knapp 13.000 Fans in der Arena hinter sich, aber gegen die aggressive Spielweise von Rapid mussten sie gewaltig anstrengen. Salzburgs Torhüter Alexander Schlager war in dieser ersten Phase ohne Zweifel der Mann des Spiels, als er gleich mehrere frühe Torschüsse von Nikolaus Wurmbrand und Matthias Seidl entschärfte. Letzterer sollte letztlich zum Pechvogel des Nachmittags werden.

Die Tore und Wendepunkte

In der 38. Minute erzielte Soumaila Diabate nach feiner Kombination mit Frans Krätzig und Clement Bischoff das 1:0 für Salzburg. Doch die Freude währte nicht lange: Nur wenige Minuten später gelang Andrija Radulovic der Ausgleich für Rapid und sorgte so für einen spannendes Halbzeitende. Trotz dieser wiederholten Stabilitätsprobleme, die Letsch nach dem Spiel anmerkte, war die Erleichterung in der Kabine nach dem Sieg spürbar.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich Salzburg etwas, ohne allerdings zu glänzen. Sota Kitano schnappte sich in der 57. Minute ein Abpraller und netzte zum 2:1 ein. Rapid verlor nach diesem Rückstand deutlich an Druck und Kontrolle, während Salzburg weiterhin Mühe hatte, das Spiel zu dominieren. Ein Lehrstück für Effizienz lehrte das Match: Obwohl Rapid 13 Schüsse aufs Tor abgab, gelang es nur einmal, den Ball im Netz zu versenken. Und die Schlüsselszene des Spiels kam kurz vor Schluss, als Matthias Seidl einen Elfmeter vergab. Ein Moment, den er wohl nicht so schnell vergessen wird, besonders da er als Kapitän von Rapid die Verantwortung übernommen hatte.

Gespaltene Meinungen im Nachgang

Trainer Peter Stöger von Rapid zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft und betonte, dass Fußball ein Ergebnissport sei. Auch Jannes Horn bezeichnete die Leistung von Rapid als den besten Auftritt der Saison, doch die Realität mit drei Pflichtspielniederlagen in Folge drückt schwer auf den Schultern. Ein Lichtblick bleibt Stöger, der zuversichtlich in die bevorstehende Länderspielpause schaut.

Trotz der gewonnen Punkte sieht Letsch jedoch seine Mannschaft unter kritischer Beobachtung. Mit fünf Änderungen in der Startelf und einem noch luftigen Rückstand von nur einem Punkt auf den Spitzenreiter Sturm Graz wird es für Salzburg auf dem Weg zurück zur alten Form spannend. Als „Zittersieg“ bezeichnete ihn die Presse, doch letztlich zählen die Punkte – die Salzburg vorerst sichern konnte. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie stark die Mannschaft um Trainer Letsch wirklich ist.

Für die Vereinsanhänger bleibt zu hoffen, dass dieser Sieg ein Wendepunkt in einer sonst durchwachsenen Saison ist. Doch mit Blick auf die nächsten Herausforderungen müssen sowohl Rapid als auch Salzburg ihre Hausaufgaben machen, um die Chancen auf Titelgewinn und Europacup-Teilnahme zu wahren.

Die Leistungsstärke beider Mannschaften wird in den kommenden Spielen weiter auf die Probe gestellt, und es bleibt abzuwarten, ob Salzburg die Stabilität finden kann, die für einen nachhaltigen Erfolg nötig ist.

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