Der Medienstandort Salzburg erlebt derzeit eine spannende Umwälzung: Sechs regionale Wochenzeitungen aus dem SN-Medienverbund haben nach über fünf Jahrzehnten einen neuen Namen. Die Lungauer Nachrichten werden künftig als Lungauer Woche, die Pongauer Nachrichten als Pongauer Woche und die Pinzgauer Nachrichten als Pinzgauer Woche bekannt sein. Auch die Tennengauer Nachrichten, Flachgauer Nachrichten sowie die Stadt Nachrichten haben ihren Titel geändert und nennen sich nun Salzburger Woche. Diese Umbenennungen sollen die identitätsstiftende Wirkung der Zeitungen verstärken und ihnen eine klarere Kommunikation geben, wie Geschäftsführer Klaus Buttinger betont. Darüber hinaus bleibt der redaktionelle Auftrag unverändert: Journalismus für die Menschen in Land und Stadt Salzburg, so der Herausgeber Maximilian Dasch.
Insgesamt erreichen die Wochenzeitungen 203.000 Leser pro Ausgabe und haben eine Print-Reichweite von 42%, wie die Media Analyse 2024 zeigt. Damit sind sie ein wichtiger Teil des lokalen Medienangebots, das durch hochwertigen Journalismus und die Berichterstattung über lokale Themen geprägt ist. Diese regionalen Medien stehen nicht nur im Wettbewerb mit anderen Zeitungen, sondern auch mit anderen Medienformaten, darunter das Red Bull Media House, das im vergangenen Jahr über 600 Millionen Euro Jahresumsatz verbuchte. In Salzburg hat die Medienlandschaft somit einen dynamischen Charakter, der durch wichtige Akteure wie die Salzburger Nachrichten (SN) geprägt ist, die eine dominierende Regionaltageszeitung darstellen.
Modernisierung und Inhalte
Die Neuausrichtung bringt nicht nur neue Namen mit sich, sondern auch einige Neuerungen im Layout und den Inhalten. So wird der Veranstaltungskalender künftig wöchentlich im Mittelaufschlag angeboten, und Ausflugstipps werden pünktlich zum Wochenende präsentiert. Um eine frische Präsentation zu gewährleisten, werden Trennstriche entfernt und Zwischentitel farblich hervorgehoben.
Die journalistische Profession in Österreich hat eine lange Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Laut Wikipedia hat sich der Journalismus über Jahrhunderte hinweg entwickelt, wobei die älteste gedruckte Zeitung von 1488 stammt. Trotz aller Herausforderungen hat sich der Journalismus stets an die Gegebenheiten der Zeit angepasst. Der enwichtige Stellenwert lokaler Berichterstattung ist ungebrochen, und diese fünf Jahrzehnte alte Tradition wird mit den neuen Titeln auch in die Zukunft getragen.
Die Rolle der Medien im digitalen Zeitalter
Der Wandel in der Medienlandschaft wird durch den Anstieg der Internetnutzung unter den Österreicher:innen begleitet. Laut der Medienanalyse sind 72% der Österreicher ab 14 Jahren aktive Internet-User. Die Dasch-Gruppe vernetzt ihre Inhalte nun auch über digitale Plattformen und bietet wöchentliche Newsletter sowie Dialogangebote auf Instagram und Facebook an. Alle redaktionellen Beiträge und E-Paper-Versionen sind weltweit abrufbar, was eine weitere Stärkung der digitalen Präsenz bedeutet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Umbenennung und Modernisierung der regionalen Wochenzeitungen ein wichtiger Schritt in die Zukunft sind. Sie werden weiterhin im Sinne ihrer Leser:innen agieren und sich gleichzeitig den neuen Herausforderungen im digitalen Zeitalter stellen. Damit bleibt die lokale Berichterstattung ein unverzichtbarer Bestandteil des Salzburger Medienmarktes, der durch die einzigartigen Geschichten der Region lebendig bleibt.